Eine Woche lang wurde aus einem kleinen Wohnwagen das vermutlich lebendigste Radiostudio der Stadt: Beim Festivalradio „spleen funk“ berichteten unsere Schüler:innen direkt vom internationalen Kinder- und Jugendtheaterfestival spleen*graz – live, spontan und manchmal auch ein bisschen chaotisch.
Mittendrin: Lea und Kosta (2b), Fabian (3e), Xaver, Luca, Jonathan (7c und 7a) und eine ganze Klasse unserer Partnerschule Klex. mal als Reporter:innen vor Ort, mal als Moderator:innen, mal als Stimmen für den Jingle – und manchmal alles gleichzeitig.
In Workshops bereiteten sich die jungen Radiomacher:innen nicht nur auf die Inhalte der Theaterproduktionen vor, sondern entwickelten auch ihre eigenen Formate: von Interviews mit Künstler:innen über kreative Texte bis hin zu Publikumsbefragungen und Live-Moderationen. Die Schüler:innen planten, produzierten und präsentierten ihre eigenen Sendungen – unterstützt von Radio Helsinki, Silvia Kappler und Petra Sieder-Grabner (Studierenden der Kunstuniversität Graz) und ihren Lehrpersonen Angela Bäck und Verena Buder.
Man stelle sich vor: Manche Beiträge wurden am selben Tag aufgenommen, geschnitten und bereits um 15 Uhr live gesendet. Den größten Nervenkitzel brachten die Live-Sendungen direkt vom Ortweinplatz. Dort zeigten sich besonders die Schüler:innen der Oberstufe als wahre Profis und ließen sich selbst durch grobe Ablenkungen – Wettereinbrüche, Haribo-Dinosaurier oder verlorene rote Fäden – nicht aus der Ruhe bringen.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schulstandorten, dem Festival spleen*graz und Radio Helsinki zeigte eindrucksvoll, wie Schule und Kultur gemeinsam kreative Räume schaffen können. Die Schüler:innen lernten nicht nur journalistisches Arbeiten und den Umgang mit Audiotechnik kennen, sondern erlebten auch, wie viel Organisation, Teamarbeit und Improvisation hinter einer Radiosendung steckt. Ein schöner Nebeneffekt: Schule fühlte sich in dieser Woche weniger nach Stundenplan an und mehr nach: „Okay, wir machen jetzt einfach Radio.“
Wer neugierig geworden ist: Alle Beiträge und Sendungen können weiterhin online nachgehört werden.
Silvia Kappler










